Trend oder Hype: Microtraining

10.12.2014 bigger better faster more? (Kommentare: 0)

Der aktuelle Hype auf dem Weiterbildungsmarkt heißt Microtraining. Es geht eben immer "bigger, better, faster, more". Das gilt nun auch für die neuen Trainingsformen mit vielen, ultrakurzen Inputeinheiten.

Mehrtägige Seminare sind in vielen Unternehmen immer schwerer durchzusetzen. Dabei geht es oft weniger um die Kosten des Seminars, als um die Zeit, die die Mitarbeiter ihren Unternehmen nicht zur Verfügung stehen.

Fehlende oder zu stärkende Kompetenzen sollen deshalb nicht einmal intensiv, sondern öfter, nach Bedarf, impulsweise und in kleinen, gut vom Gehirn verarbeitbaren "Häppchen" trainiert werden.

Zumindest als Ergänzung und zur Verankerung klassischer Trainings erscheint die neue Trainingsform sinnvoll. Vor allem eignet sie sich für blended learning, vor allem per Online-Medien. Individuelle Schulung ist so aber nicht möglich, hier müssen dann doch auch Trainer und Coachs kontaktierbar sein. Doch ob und wie sich das für diese lohnt, ob das Geschäftsmodell auch für die Anbieterseite attraktiv ist, ist noch nicht ausgemacht. 

Sollten Microtrainings vor allem aus Kostengründen eingesetzt werden, wäre das das falsche Signal und der falsche Ansatz. Darunter leidet als erstes die Qualität, und dann wäre kein Training besser als ein schlechtes Training.

Die Lösung könnte darin liegen, zum Auftakt klassische Trainings anzubieten, und dann den Lernerfolg der Teilnehmer durch eine Serie nachfolgender Microtrainings zu versiegeln.

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