Burnout

19.06.2011 Leif-Erik Wollenweber (Kommentare: 1)

Burn-out haben zumeist nicht die Leistungsschwächeren, sondern die Starken. Nun hat - zum Glück - längst nicht jeder Leistungsträger einen Burn-out. Ob im Beruf oder im Privaten, Burn-out gefährdet ist der, wer Vollgas gibt, zugleich aber blockiert wird. Was dann passiert, lässt sich kaum besser veranschaulichen, als durch die Beschreibung des - hier allerdings freiwilligen - Burn-outs auf Wikipedia:"Beim Burn-out (Ausbrennen) lässt der Fahrer die Räder einer Achse (bei gezogener Bremse für die andere Achse) durchdrehen. Da die Reifen durchdrehen, erwärmen sie sich. ... Beim Burn-out wird nicht nur viel Kraftstoff verbraucht, sondern der gesamte Antriebsstrang eines Fahrzeuges unterliegt einer enormen Belastung: Die Reifen verschleißen sehr schnell und sind meist unbrauchbar nach einem Burn-out. Getriebe und Antriebswellen sowie sämtliche torsionsbelastete Bauteile (insbesondere Hardyscheibe, Kupplung) erfahren erheblichen Verschleiß, sogar ein Versagen einzelner oder ganzer Baugruppen ist nicht auszuschließen. Während eines Burn-outs wird aber nicht nur der Antriebsstrang auf die Probe gestellt, sondern auch der Motor muss dieser Belastung (meist hohe Drehzahlen und damit verbunden hohe Temperaturen ohne ausreichende Kühlung) standhalten."Wir halten fest: Burn-out bringt enormen Verschleiß und große Gefahr für Antriebsstrang und Motor. Kein Wunder also, wie viele psychosomatischen Probleme Menschen mit Burn-out-Syndrom aufweisen.Das Problem dabei ist offenbar weniger die Leistungsbereitschaft, sondern eben die Blockade, seien es innere oder äußere. Innere Blockaden bedürfen ggf. einer psychotherapeutischen Behandlung. Coaching kann vor allem bei der Beseitigung dysfunktionaler Glaubenssätze helfen. Bei äußeren Blockaden, die weit häufiger sein dürften, liegt es am Umfeld, meist der Organisations-, Management und Führungskultur. Hier kann Coaching einen großen Beitrag leisten, indem Möglichkeiten gefunden und aufgezeigt werden,  die Blockade zu umgehen. Kaum etwas belastet einen gesunden Menschen in seinem Tun, als das Gefühl, keine Wahlmöglichkeiten zu haben, in etwas hinein gezwungen zu werden. Das Gute dabei, es gibt immer eine Alternative.

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Kommentar von Samuel Myngheer | 14.07.2011

Sehr geehrter Herr Dr. Wollenweber,
Ihre Metaphern sind sehr präzise und eindeutig. Sehr guter und nützlicher Beitrag. Mfg
Samuel Myngheer